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2010: Dies ist eine Archivseite. Der BeraterInnenkreis hat Campact in der Gründungszeit für grundsätzliche Fragen zur Ausrichtung einer Kampagnenorganisation in Deutschland zur Verfügung gestanden. Diese Funktion wird von Campact heute nicht mehr benötigt. Für inhaltliche Sachfragen zu den einzelnen Spezialgebieten der ehemaligen Berater/innen kann Campact diese ggf. kontaktieren.
Die Berater und Beraterinnen von Campact
Campact arbeitet zu vielen verschiedenen politischen Themen. Verschiedene Berater/innen mit unterschiedlichen Meinungen helfen uns, wichtige Themen zu identifizieren. Sie sehen Forderungskataloge durch und identifizieren Pros und Contras einer Kampagne. Dabei hören wir sehr genau zu, was uns unsere Berater/innen sagen und versuchen bestmöglichst daraus zu lernen. Trotzdem und gerade deshalb entsprechen Campact-Kampagnen nicht immer den Positionen unserer Berater/innen. Bewusst sucht Campact nach profilierten QuerdenkerInnen, die möglicherweise jeweils sehr unterschiedliche Positionen vertreten. Insofern verbessert die Unterstützung der Berater/innen die Arbeit von Campact. Für immer mögliche Fehleinschätzungen ist das Campact-Team aber selbstverständlich alleine verantwortlich.
Elmar Altvater
Bis Oktober 2004 Professor für Internationale Politische Ökonomie an der Freien Universität Berlin. Präsident der Internationalen Lelio Basso-Stiftung für die Rechte der Völker in Rom, Mitglied der Reaktion der PROKLA - Zeitschrft für kritische Sozialwissenschaft. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Globalisierung, zur Frage der kapitalistischen Entwicklung, zur Staatstheorie, zur Entwicklungspolitik, Schuldenkrise und zum Zusammenhang von Ökonomie und Ökologie; u.a. "Der Preis des Wohlstands" 1992, zusammen mit Birgit Mahnkopf: "Gewerkschaften vor der europäischen Herausforderung" 1993 und "Grenzen der Globalisierung" 1996, 4. völlig überarb. und erweiterte Auflage 1999, 5. Auflage 2002; sowie "Globalisierung der Unsicherheit - Arbeit im Schatten, Schwarzes Geld und informelle Politik"; Mitherausgeber von "Vernetzt und verstrickt" 1997.
Maritta von Bieberstein Koch-Weser
Dr. Maritta Koch-Weser ist CEO des Global Exchange for Social Investment, GEXSI Worldwide, Ltd. Frau Koch-Weser arbeitet seit 30 Jahren als Sozialwissenschaftlerin in den Bereichen Umwelt und Entwicklung. Sie arbeitete fast zwanzig Jahre lang bei der Weltbank, wo sie entscheidend an dem Aufbau von Sozial- und Umweltprogrammen mitgewirkt hat. Im Anschluß an ihre Tätigkeit bei der Weltbank war Frau Koch-Weser zwei Jahre lang die Generaldirektorin von IUCN – The World Conservation Union.
Im Jahr 2001 gründete Dr. Koch-Weser Earth3000, eine internationale, gemeinnützige Organisation, deren Präsidentin sie weiterhin ist. Frau Koch-Weser hält einen Doktortitel der Universitäten Bonn und Köln. Sie unterrichtete Anthropologie und Lateinamerikastudien an der George Washington Universität in Washington D.C., und führte umfassende Feldforschungen in Brasilien durch.
Jürgen Borchert
Jg. 1949. Nach rechts- und sozialwissenschaftlichem Studium in Freiburg, Genf, Berlin und beiden uristischen Staatsexamina Tätigkeit als Wissenschaftlicher Assistent an der FU Berlin am Lehrstuhl für Arbeits- und Sozialrecht (Prof.Dr. Bernd von Maydell), als selbständiger Rechtsanwalt in Berlin und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Informatik der Uni Bremen. Seit 1983 Sozialrichter in Hessen. In der Dissertation zum Thema "Die Berücksichtigung familiärer Kindererziehung im Recht der gesetzlichen Rentenversicherung" entwickelte er 1980 die These der "Beitragsäquivalenz" der Kindererziehung für die intergenerationell verteilenden Sozialsysteme, die vom Bundesverfassungsgericht im sog. "Pflegeurteil" vom 3.4.2001 bestätigt wurde. Seit 1984 in der Politikberatung tätig,- zunächst beispielsweise bei der ersten BT-Fraktion der GRÜNEN, 1986-1988 als sachverständiges Mitglied der Rentenkommission der CDU/CSU, später sodann bei der Arbeitsgruppe "Familie und Senioren" der BT-FRaktion der SPD und in der Rentenkommission der IG BAU. Viele Jahre ehrenamtliche Arbeit im Strafvollzug, der Jugendhilfe und der psychischen Rehabilitation sowie bei der sog. "Ufa-Fabrik" e.V. in Berlin. Zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen zu familien- und sozialpolitischen Themen sowie ihren rechtlichen Bezügen, mehrere Bücher und viele Zeitschriftenbeiträge. 1997 legte B. noch die Prüfung zum Staatlich geprüften Landwirt ab. Nach dem Pflegeurteil entwickelte B. 2001/2002 für die Hessische Landesregierung mit dem "Wiesbadener Entwurf einer familienpolitischen Strukturreform des Sozialstaats" ein Konzept für eine umfassende Sozialreform, aus dem derzeit tragende Elemente wie der "Gesundheitssoli" oder das "Elterngeld" öffentlich zur Debatte stehen.
Sven Giegold
"Nach dem Vorbild von MoveOn in den USA kann Campact viele Menschen zu politischem Engagement motivieren, die bisher passiv geblieben sind. Campact sollte jenseits des üblichen politischen Koordinatensystems denen eine Stimme geben, die sich am Gemeinwohl und nicht an a-sozialen, naturzerstörerischen und undemokratischen Partialinteressen orientieren."
Sven Giegold hat Politik, Ökonomie und Erwachsenenbildung in Bremen und Birmingham studiert und promoviert derzeit über die Regulierung von Steueroasen. Er ist Mitglied des bundesweiten Koordinierungskreises von Attac-Deutschland als Vertreter des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und zuständig für internationale Kooperation und die Kampagne "Stopp Steuerflucht". Zuvor engagierte er sich in der Jugendumweltbewegung und war am Aufbau des Ökologischen Zentrums in Verden beteiligt. Publikationen: „Steueroasen trockenlegen! Die verborgenen Billionen für Entwicklung und soziale Gerechtigkeit heranziehen.“(Hamburg, 2003), Mitautor des Konzepts „Solidarische Einfachsteuer“ (ver.di & Attac, 2004).
Mathias Greffrath
Jahrgang 1945, studierte Soziologie und Psychologie in Berlin, arbeitete als Journalist in der ARD und im Feuilleton der Zeit. Von 1991–94 Chefredakteur der Wochenpost in Berlin. Schreibt seit 1995 für Die Zeit, Süddeutsche Zeitung, taz, GEO und Theater Heute, vor allem über die Zukunft der Arbeit und die Auswirkungen der Globalisierung auf Kultur und Gesellschaft. Veröffentlichungen (Auswahl): „Die Zerstörung einer Zukunft. Gespräche mit emigrierten Sozialwissenschaftlern“, Campus, Frankfurt a.M. 1991; „Montaigne. Über das Leben in Zwischenzeiten“, Diogenes, Zürich 1999, „Alles Kunst? Wie arbeitet der Mensch im neuen Jahrtausend und was tut er in der übrigen Zeit?“, zus. mit Daniel Libeskind, Richard Sennett, Jan Philipp Reemstma u.a., Hrsg.: Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Rowohlt, Reinbek 2001; „Attac. Was wollen die Globalisierungskritiker?“, Hrsg. zus. mit Christiane Grefe und Harald Schumann, Rowohlt, Berlin 2002
Friedhelm Hengsbach
"In einer Phase der bundesrepublikanischen Demokratie, da die politische Klasse mit dem Rücken zur Wand steht, die im Parlament vertretenden Parteien auf der politischen Bühne zauberhafte Theaterstücke inszenieren, sind zivilgesellschaftliche Initiativen unverzichtbar, um die öffentlichen Diskussionen aufzumischen. Campact gelingt es, ökonomisch alphabetisierte, politisch aufgeweckte und kommunikativ schnelle "Reaktoren" zu vernetzen. Deshalb engagiere ich mich für diesen neuen Typ sozialer Bewegung."
Geboren 1937 in Dortmund, Mitglied des Jesuitenordens, Studium der Philosophie, Theologie und Wirtschaftswissenschaften in München, Frankfurt, Bochum. Promotion über die Assoziierung afrikanischer Staaten an die EG. Professor für Christliche Gesellschaftsethik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main. Leiter des Oswald von Nell-Breuning Instituts für Wirtschafts- und Gesellschaftsethik. Ausgezeichnet mit dem Gustav-Heinemann-Bürgerpreis 1998, mit dem Regine-Hildebrandt-Preis 2004. _Letzte Veröffentlichungen_: Reformen fallen nicht vom Himmel (zusammen mit Bernhard Emunds und Matthias Möhring-Hesse), Freiburg 1997. / Aus der Schieflage heraus. Demokratische Verteilung von Reichtum und Arbeit (zusammen mit Matthias Möhring-Hesse), Bonn 1999. / Die andern im Blick. Christliche Gesellschaftsethik in den Zeiten der Globalisierung, Darmstadt 2001. / Das Reformspektakel. Warum der menschliche Faktor mehr Respekt verdient, Freiburg 2004. _Aktuelle Arbeitsschwerpunkte_: Zukunft der Arbeitsgesellschaft, Solidarische Absicherung gesellschaftlicher Risiken, Politische Wirtschaftsethik, Demokratiefähiger Kapitalismus, Ethische Finanzarchitektur.
Anne Karras
Geb. am 13.5.77. Studium der Volkswirtschaftslehre und Sozialökonomie in Hamburg/ Diplom-Volkswirtin und Dipl. Sozialökonomin. Z.Zt. Promotion zu Europäischer Finanzpolitik am Graduiertenkolleg "Zukunft des Europäischen Sozialmodells" an der Uni Göttingen. Gründungsmitglied der bundesweiten EU-AG von Attac. Arbeitsschwerpunkte: Europäischer Verfassungsvertrag, Europäische Wirtschaftsund Sozialpolitik. Publikationen (Auswahl): "Unsere Welt ist keine Ware - Handbuch für Globalisierungskritiker" (2003, mit Christine Buchholz, Oliver Nachtwey und Ingo Schmidt) und "Europa - lieber sozial als neoliberal" (2004, mit Ingo Schmidt).
Ansgar Klein
"Die repräsentative Demokratrie muss demokratiepolitisch in die Lage versetzt werden mit größerer Responsivität auf gesellschaftliche Probleme zu reagieren. Campact bietet die Möglichkeit, zur öffentlichen Meinungs- und Willensbildung beizutragen und wichtige Themen und Lösungsansätze an den Entscheidungsprozess der Bundespolitik zu adressieren. Entscheidend für den Erfolg von Campact wird es sein, dass Themen und Problemlösungskonzepte kommuniziert werden, die im Sinne eines public interest-Lobbyismus ausgerichtet und von Sachkompetenz getragen sind. Die Legislative kann von diesen gesellschaftspolitischen Impulsen profitieren. Campact ist eine zeitgemäße Antwort auf den Formwandel sozialer Bewegungen und kann ihren Beitrag zur demokratischen Problemlösung stärken."
Ansgar Klein ist Politikwissenschaftler und Soziologe. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Zivilgesellschaft, bürgerschaftliches Engagement, Demokratietheorie, politische Ideengeschichte, politische Soziologie mit Schwerpunkt Bewegungsforschung und politische Bildung. Er war langjährig freiberuflich als wissenschaftlicher Autor, Publizist, Lektor, Redakteur und Dozent in der politischen Bildung tätig. In den Jahren 1999/2000 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der TU Darmstadt (Politische Theorie); von März 2000 bis August 2002 Referent in der Arbeitsgruppe „Bürgerschaftliches Engagement“ der SPD-Bundestagsfraktion (für die Enquete-Kommission „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements); seit August 2002 ist er Geschäftsführer des „Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement“. Seit 1988 Mitherausgeber des Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen (zus. mit Dr. Thomas Leif und Jupp Legrand); seit 2003 Mitherausgeber der Buchreihe „Bürgergesellschaft und Demokratie“ beim VS-Verlag Wiesbaden; Lehraufträge an Universitäten und Fachhochschulen; seit 1998 Sprecher des Arbeitskreises "Soziale Bewegungen" der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW).
Harald Klimenta
Arbeitsschwerpunkte: Globalisierung von Finanzmärkten, Warenmärkten, Dienstleistungsmärkten; internationale Organisationen und Verträge, v.a. IWF und WTO, europäische Finanz-, Handels-, Zentralbank- und Währungspolitik; Sozialpolitik in Deutschland: Rente, Gesundheit, Arbeitsmarkt; Kritik der gegenwärtigen Privatisierungswellen; konkrete Reformalternativen zum Neoliberalismus, (nat. u. internat.) Nachhaltigkeitsstrategien. Publikationen: "Die 10 Globalisierungslügen - Alternativen zur Allmacht des Marktes" (zusammen mit Gerald Boxberger) dtv, 1998. „Was Börsen-Gurus verschweigen – 12 Illusionen aus der Finanzwelt“, dtv, 2002. "Wie wir wirtschaften werden - Szenarien und Gestaltungsmöglichkeiten für zukunftsfähige Finanzmärkte" (Erster Bericht der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste (EASA), zusammen mit Stefan Brunnhuber), Redline Wirtschaft, 2003.
Detlev von Larcher
"Campact ist wichtig, weil der Druck der Vielen entscheidende politische Veränderungen herbeiführen kann."
Detlev von Larcher ist Diplomsozialwirt. Von 1972 bis 1990 arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bremen im Kooperationsbereich. Von 1990 bis 2002 war er Mitglied des Deutschen Bundestags und dort Mitglied im Finanzausschuss. Er ist seit 1969 SPD-Mitglied und war hier in verschiedenen Funktionen tätig, u.a. als Sprecher der Parteilinken im "Frankfurter Kreis" (jetzt Forum Demokratische Linke 21). Seit 2002 ist er Rentner und engagiert sich in der Arbeitsgruppe 'Steuern' von Attac. Außerdem ist er Mitbegründer des europäischen Tax Justice Networks und dort im Steering Committee. Er ist Mitautor der Konzeption für eine 'Solidarischen Einfachsteuer' (SES) von Attac und ver.di.
Claus Leggewie
Dr. Claus Leggewie, geboren 1950 in Köln, ist seit 1989 Professor für Politikwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Studium der Sozialwissenschaften und Geschichte in Köln und Paris. Promotion und Habilitation als Hochschulassistent in Göttingen. Gastprofessuren an der Université de Paris, Nanterre, und am Institut für die Wissenschaften vom Menschen, Wien. 1995 bis 1997 erster Inhaber des Max Weber-Chair an der New York University, bis März 1998 Faculty Fellow am Remarque Institute der New York University. Im akademischen Jahr 2000/2001 Fellow am Wissenschaftskolleg Berlin. Seit der Gründung im April 2001 Geschäftsführender Direktor des ZMI.
Birgit Mahnkopf
Professorin für Europäische Gesellschaftspolitik an der Fachhochschule für Wirtschaft in Berlin. Vorsitzende der Vereinigung deutscher Wissenschaftler. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Fragen der Globalisierung. Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac-Deutschland; wichtigste Veröffentlichungen: "Verbürgerlichung - Die Legende vom Ende des Proletariats" 1985; Herausgeberin von "Der gewendete Kapitalismus - Kritische Beiträge zur Theorie der Regulation" 1988, zusammen mit E. Altvater "Gewerkschaften vor der europäischen Herausforderung" 1993, "Grenzen der Globalisierung" 1996, 4. völlig überarb. und erweiterte Auflage 1999, 5. Auflage 2002, 6. Auflage 2004 sowie "Globalisierung der Unsicherheit. Arbeit im Schatten, Schwarzes Geld und informelle Politik" 2002.
Frank Nullmeier
"Um Demokratie und Sozialstaat zu wahren und fortzuentwickeln, bedarf es heute mehr denn je einer politisch aktiven Bürgergesellschaft. Campact bietet die Chance, Stimmen vieler BürgerInnen zu bündeln für Themen und Forderungen, die ansonsten keine Beachtung fänden."
Studium der Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre, Soziologie und des Öffentlichen Rechts an der Universität Hamburg von 1975-1981 mit dem Abschluss Diplom-Politologe, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Finanzwissenschaft der Universität Hamburg, danach an der Universität Hannover im Forschungsprojekt "Die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung für den Arbeitsmarkt im demographischen, sozialen und ökonomischen Wandel". 1990 Promotion zum Dr. rer.pol. mit der Arbeit "Von Max Weber zu Konzepten einer Wissens- und Intelligenzpolitologie". 1990-1997 Hochschulassistent am Institut für Politische Wissenschaft der Universität Hamburg. 1998 Habilitation mit der Arbeit "Zwischen Neid und sozialer Wertschätzung. Zu einer politischen Theorie des Sozialstaats". Wissenschaftliche Leitung und Geschäftsführung des von der VolkswagenStiftung geförderten "Projekt Universitätsentwicklung" zur Modernisierung der Verwaltungs- und Entscheidungsstrukturen der Universität Hamburg von 1997-2000. Vertretung des Lehrstuhls für Sozialpolitik (Prof. Alber) an der Universität Konstanz im Sommersemester 2000, Oktober 2000 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Essen. Seit Oktober 2002 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Bremen und Leiter der Abteilung „Theorie und Verfassung des Wohlfahrtsstaates“ des Zentrums für Sozialpolitik, seit Oktober 2003 auch Direktor des Instituts für Politische Wissenschaft. Forschungsschwerpunkte: Sozialstaatstheorie, Sozial-, insbesondere Alterssicherungspolitik sowie Policy-Forschung, Verwaltungswissenschaft, politische Theorie, Parteienforschung.
Michael Opielka
"Die direkte Demokratie ist die Zukunft der Demokratie. Kampagnen, an denen jede und jeder mitmachen kann, sind die Zukunft der direkten Demokratie. Deshalb ist Campact notwendig."
Michael Opielka, Jahrgang 1956, hat in Tübingen, Zürich und Bonn Rechtswissenschaften, Erziehungswissenschaften, Philosophie und Ethnologie studiert. 1996 schloss er seine Promotion in Soziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin ab. Seit 2000 ist er Professor für Sozialpolitik an der Fachhochschule Jena. Zuvor war er u.a.parlamentarischer Berater für Sozialpolitik der Bundestagsfraktion der Grünen (1983 - 1987), im Institut für sozialwissenschaftliche Analysen und Beratung in Köln (1992/93), in der Leitung der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie in Darmstadt (1994), Abteilungsleiter am Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg (1995/96) und Rektor der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter (1997 - 2000). Seit 1987 ist er zudem Geschäftsführer des Instituts für Sozialökologie in Königswinter. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Sozialpolitik, soziologische Theorie, Kultur- und Religionssoziologie, Sozialpädagogik, Familienforschung und Psychoanalyse.
Letzte Veröffentlichungen: „Neubewertung der Familienarbeit in der Sozialpolitik“ (1998, mit Andreas Netzler), „Erziehungsgehalt 2000“ (1998, mit Christian Leipert; engl.: 1999), „Grundrente in Deutschland“ (2004), „Gemeinschaft in Gesellschaft. Soziologie nach Hegel und Parsons“ (2004), „Sozialpolitik. Grundlagen und vergleichende Perspektiven“ (Dezember 2004).
Wolfgang Sachs
"Eine Geliebte aus besseren Tagen - die demokratische Öffentlichkeit - rafft sich auf und geht on-line. Höchste Zeit, dass ihr neue Liebhaber zufliegen!"
Dr. Wolfgang Sachs. 1946 in München geboren. Studium der Soziologie, Theologie und Geschichte. Seit 1993 Wissenschaftler am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH. Jährlich Gastdozent am Schumacher College, England. 1993-2001 Vorsitzender des Aufsichtsrats von Greenpeace Deutschland. Zahlreiche Veröffentlichungen im In- und Ausland zu Umwelt, Globalisierung und neuen Wohlstandsmodellen. Zuletzt: "Nach uns die Zukunft. Der globale Konflikt um Gerechtigkeit und Ökologie", Frankfurt 2002.
Barbara Unmüßig
„In Zeiten der Globalisierung , in denen die Steuerungs- und Integrationsfähigkeiten des Staates an ihre Grenzen stoßen, soll Bürgergesellschaft die wachsende Unzulänglichkeit des etablierten politischen Systems auffangen. Campact leistet dazu einen wichtigen Beitrag.“
Barbara Unmüßig, geboren 1956 in Freiburg i. Breisgau, Studium der Politischen Wissenschaft an der Freien Universität Berlin, Politologin.
Gründungsmitglied und bis 2002 Sprecherin des Forums Umwelt & Entwicklung, Gründerin und Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende von Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung e.V. (WEED), Gründungsmitglied des "Deutschen Instituts für Menschenrechte" (DIMR), seit Mai 2002 Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung; Sie ist verantwortlich für die Strategie und Programmentwicklung in den Bereichen Lateinamerika, Afrika, Asien, Nahost, Gemeinschaftsaufgabe Geschlechterdemokratie und des Feministischen Instituts.
Barbara Unmüßig hat zahlreiche Zeitschriften- und Buchbeiträge zu Fragen der internationalen Finanz- und Handelsbeziehungen, der internationalen Umweltpolitik und der Nord-Süd-Politik veröffentlicht, u. a.: „Fünf Jahre nach dem Erdgipfel. Umwelt und Entwicklung - Eine Bilanz“, 1997; „Armutsorientierte Entwicklung oder soziale Abfederung? - Kontinuität und Wandel in der Politik von IWF und Weltbank“, 2000; „Leitplanken für die Globalisierung“, Der Überblick 2/2002, Quartalsschrift des kirchlichen Entwicklungsdienstes; „Nach Cancun – Reform der WTO ist dringlich“, 2003 Heinrich Böll Stiftung; „Wasser – Menschenrecht oder Handelsware, 2004 Heinrich Böll Stiftung; „Erneuerbare Energien – Gewinnspiel für Nord und Süd“, 2004 Heinrich Böll Stiftung
Angelika Zahrnt
"Demokratie braucht die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Lösung zentraler Probleme – sei es der Natur- und Umweltschutz, die Sicherung des Sozialstaats oder ein gerechter Ausgleich zwischen Nord und Süd. Parteien und einflussreiche Wirtschaftsverbände brauchen gesellschaftlichen Druck, damit zukunftsfähige Problemlösungen erreicht werden. Campact kann Resignation entgegenwirken. Campact kann dazu beitragen, neoliberaler Dauerberieselung einen unüberhörbaren Chor zukunftsorientierter Stimmen entgegenzusetzen." Dr. Angelika Zahrnt ist seit 1998 Vorsitzende des BUND. Sie ist unter anderem Mitglied im Rat für nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung und im Innovationsbeirat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
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